Thomas Ruch arbeitet mit den unterschiedlichsten Kunstinstrumenten: Ob mit der Spraydose, dem Pinsel, dem Bleistift oder mit dem Holzdruckverfahren. Genauso vielfältig wie seine Techniken sind auch seine Werke. Diese können abstrakt oder gegenständlich, bunt oder schwarz-weiss sein. Bei manchen Künstlerinnen und Künstlern, wie beispielsweise bei Roman Candio, weiss man sofort, wer der Schöpfer oder die Schöpferin ist, wenn man ihre Werke sieht. Bei Thomas Ruch ist dies definitiv nicht der Fall. Ausser es geht um den Druck mit Zündhölzern: Diese Bilder haben einen hohen Wiedererkennungswert und wirken auch in der Technikanwendung einzigartig.

Motto Spanien
Der Tag der offenen Tür am 26. April war in jeder Hinsicht spannend und abwechslungsreich. Der Atelierbesuch war mit einer Degustation von Olivenölen von Urban Schiess und Albóndigas in Tomatensauce kombiniert. Anlass für diesen spanischen Nachmittag waren Ruchs Zeichnungen aus Madrid.

Der Künstler Thomas Ruch
Thomas Ruch arbeitet an der Schnittstelle von Zeichnung, Malerei und Druckgrafik. Besonders prägend sind seine Holzschnitte, bei denen nicht nur das fertige Werk, sondern auch der Entstehungsprozess sichtbar bleibt. Ruch bezieht das Material mit ein und macht es bewusst zu einem Teil der Bildaussage. Seine Druckstöcke entstehen aus den unterschiedlichsten Holzarten – vom gefundenen Baumstamm bis zum bearbeiteten Holzschlitten. In einigen Arbeiten integriert er sogar unerwartete Materialien wie die bereits erwähnten Zündhölzer. Dieser Ansatz lässt seine Werke roh, direkt und zugleich poetisch wirken. Ruchs Arbeiten wurden in der Schweiz und in Deutschland vielfach ausgestellt, unter anderem bei kantonalen Jahresausstellungen sowie bei internationalen Formaten wie der Triennale Grenchen. Sie bewegen sich zwischen Struktur und Zufall, Kontrolle und Offenheit und laden dazu ein, genauer hinzusehen.


