Das Forum Würth Arlesheim präsentiert in seiner aktuellen Ausstellung eine Sammlung von Werken des renommierten Holzschneiders, Typografen, Druckers und Malers Helmut Andreas Paul Grieshaber (1909–1981), der unter dem Pseudonym HAP Grieshaber bekannt ist.
Das Forum Würth Arlesheim präsentiert eine Sammlung von Holzschnitten, Gemälden und Plakaten aus der Zeit von den 1960er- bis 1980er-Jahren. Für Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber aus der Region Basel ist sicherlich der «Totentanz von Basel» spannend. Die gesamte Ausstellung präsentiert sich als eindrucksvoll und sehenswert. Im Fokus der Präsentation stehen die Werke HAP Grieshabers, die sich durch eine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen auszeichnen, sowie Werke, die musisch und lyrisch inspiriert sind. Darüber hinaus sind einige persönliche Briefe von HAP, sogenannte «Malbriefe», von besonderem Interesse. Sämtliche Werke sind sehr ausdruckstark.

Totentanz von Basel
Im ersten Stock des Forums Würth Arlesheim wird eine der bedeutendsten Werkgruppen HAP Grieshabers präsentiert, der sogenannte Totentanz von Basel. Die Publikation wurde von HAP nach seinem Vortrag an der Kunstgewerbeschule in Basel angefertigt. Als Dank erhielt er ein Buch über den Totentanz, welcher ihn für sein Werk inspirierte. Das Buch thematisiert den Basler Totentanz, eine Wandmalerei auf der Friedhofsmauer des ehemaligen Predigerklosters, welche die universelle Gleichheit aller Menschen beim Tod, unabhängig von materiellen Gütern und sozialer Herkunft, darstellt. Die Repräsentation des kulturellen Gedächtnisses erfolgte seitens des Künstlers mittels 40 Farbholzschnitten.

HAP Grieshaber
HAP Grieshaber war ein deutscher Künstler. Der in Oberschwaben geborene HAP absolvierte zunächst eine Schriftsetzerlehre und im Anschluss ein Studium an der Staatlichen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Es lassen sich Einflüsse von Studienreisen in England, Frankreich, Ägypten und Griechenland auf das Œuvre des Künstlers feststellen. Auch die beiden Weltkriege sind als Einflussfaktoren zu nennen.

Er war als Dozent an der Bersteinschule bei Sulz am Neckar sowie an der Kunstakademie Karlsruhe tätig. Die Professur wurde allerdings niedergelegt, als ein signifikanter Anteil der Studierenden das Staatsexamen nicht bestand. HAP Grieshaber fungierte als Mitbegründer des Deutschen Künstlerbundes. In seinem künstlerischen Schaffen widmete er sich wiederholt gesellschaftspolitischen Themen.
Ausstellungsdetails:
HAP GRIESHABER – EINSCHNITT | AUSDRUCK. SAMMLUNG WÜRTH 28. April bis 2. Mai 2027

